Ein Arzt verrät, warum deine Gesundheitsvorsätze scheitern und was wirklich hilft

14. Januar 2026

Die Neujahrsvorsätze sind oft mehr als nur ein gutes Benehmen; sie spiegeln den sehnlichen Wunsch wider, das Leben gesünder zu gestalten. Doch während die ersten Wochen des Jahres meist von einem hohen Maß an Motivation geprägt sind, verpuffen die guten Vorsätze häufig schnell. Statistiken zeigen, dass über 60 Prozent der Menschen ihre Ziele bereits im Januar aufgeben. Warum scheitern diese Vorsätze so oft? Ein Arzt und Sportpsychologe erklärt, dass viele Vorsätze nicht aus innerem Antrieb entstehen, sondern oft von äußeren Erwartungen geprägt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass unklare und unrealistische Ziele dazu führen, dass die Motivation schnell sinkt. Um echten Veränderungen Raum zu geben, ist es entscheidend, bei der Zielsetzung konkreter zu werden und sich Ziele zu setzen, die auch wirklich Freude bereiten.

Der Kreislauf der Enttäuschung: Warum Vorsätze scheitern

Bei den meisten Menschen ist der Start in ein gesundes Leben häufig von hohen Erwartungen begleitet. Ein Beispiel: Die Ankündigung, endlich Sport zu treiben. Anfangs voller Elan, stellt sich jedoch oft schnell Ernüchterung ein. Der Sprecher des Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) berichtet, dass etwa ein Drittel der Neumitglieder innerhalb der ersten sechs Wochen in Fitnessstudios gewonnen wird, jedoch viele bereits bald wieder abspringen. Der Grund liegt nicht nur in mangelnder Selbstdisziplin, sondern auch in der unrealistischen Erwartung, dass schnelle Erfolge ausbleiben.

Die Rolle der Motivation und des Spaßes

Die Frage ist: Wie kann eine dauerhafte Motivation erreicht werden? Sportpsychologe Jens Kleinert erläutert, dass es nicht nur um das Verlangen geht, etwas zu verändern, sondern auch um die Freude an der Aktivität. Wer keinen Spaß hat, muss sich disziplinierter anstrengen. Eine Nachlässigkeit, die schnell zur Stagnation führt. Positive Selbstgespräche und das Einbeziehen von Freunden können helfen, diese Kritik an sich selbst zu überwinden. Wenn etwas keinen Spaß macht, ist es wichtig, den Ansatz zu ändern, um damit mit Freude an die Sache heranzugehen.

Konkrete Ziele setzen: Der Schlüssel zum Erfolg

Das Setzen konkreter und erreichbarer Ziele ist essenziell. Demnach könnte der Vorsatz „Ich will fünf Kilo abnehmen“ umformuliert werden in „Ich will dreimal pro Woche 30 Minuten intensiv Sport machen“. Diese konkrete und messbare Zielstellung erleichtert die Umsetzung erheblich. Sie sollte auch fest eingeplant und priorisiert werden, um einen hohen Grad an Erfolg zu gewährleisten.

Langfristige Bindung an Veränderungen

Ein weiterer Faktor, der oft übersehen wird, ist die Fähigkeit, Rückschläge zu akzeptieren. Kleinert betont, dass es wichtig ist, mit sich selbst nachsichtig zu sein. Selbst wenn eine Woche die Fitnessziele nicht erreicht werden, sollte man sich nicht selbst verurteilen. Die eigene Gesundheit ist ein langer Prozess. Die Freude am Fortschritt und die ständige Reflexion über die eigenen Ziele sind entscheidend für die positive Entwicklung.

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